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Einleitung Das Provisorium Die Steinmauer Gut ein Jahr später

Unsere steinerne Kräuterspirale

Ganz so schnell ging es dann doch nicht los, denn die Zeit rinnt einem gerne durch die Finger.

nach obenHerkunft

Wie schon erwähnt bin ich durch einen Artikel in der Zeitschrift Kraut und Rüben auf diese Trockenmauern aufmerksam geworden. Hier die Webadressen der an der Entwicklung Beteiligten:

Diese Mauern werden ohne Mörtel gebaut. Sie kann nicht als Stützmauer dienen. Durch die Form der Steine entsteht im Innenbereich ein Gangsystem, das ähnliche Lebensräume entstehen läßt wie in professionellen Trockensteinmauern. Freistehend kann sie z.B. als Raumteiler im Garten fungieren. Man kann sie aber auch in einen Teich integrieren. Der Phantasie sind nur Grenzen durch die Statik gesetzt. Auf den Seiten von Schwegler und Wintermantel sieht man einige Beispiele.

nach obenLieferumfang

Lieferant der Mauerbausätze ist die Betonwaren-Fabrikation Wintermantel. Man kann die Standard-Bausätze wählen oder die einzelnen Bauelemente selbst zusammenstellen oder die Bausätze durch zusätzliches Material erweitern. Wir haben uns für den Bausatz der Standard-Kräuterspirale entschieden. Die fertige Spirale hat dann das Ausmass von etwa 1,9m mal 1,75m.

In erster Linie enthält der Bausatz die notwendigen Steine. Durch die Kooperation mit Schwegler sind jedoch noch einige Besonderheiten auf den gelieferten zwei Europaletten zu finden:

Geliefert wird wegen des beachtlichen Ausmass (2 Europaletten) und gut 1 Tonne Gewicht per Spedition. Der ganze Aufbau geht relativ zügig. Wir hatten ja die Hoffnung, dass die Lieferung schon am Vormittag käme und so waren wir auch den ganzen Tag über im Garten. Aber erst gegen 17 Uhr stand die gewichtige Fracht vor unserem Garten.

nach obenVorbereitungen

Im Herbst wurden die Kräuter, die bisher das Provisorium besiedelten, auf die abgeräumten Gemüsebeete umgesiedelt. Dann galt es noch, den alten Erdhügel ebenfalls auf den Gemüsebeeten zwischenzulagern.

Handlicherweise ist im Infomaterial auch schon die Aufbauanleitung enthalten. So kann man die notwendigen Vorarbeiten schon vorher durchführen.

Die Steine brauchen ein ordentliches Fundament. Das bedeutet, dass man ein etwa 30 bis 50 cm Loch buddelt und es anschließend mit Schutt und Sand füllt und ordentlich verdichtet.

Loch in Erde, Bronze 'rin, fertig ist ... die Glock', bimm bimm ?
Loch in Erde, Bronze 'rin, fertig ist ... die Glock', bimm bimm ?
Bestellt hatten wir 2 Kubikmeter Sand. Aber der Baustoffhändler meinte es gut mit uns. Wir schaufeln also erst einmal einige Stunden Sand vom Weg vor dem Garten in den Garten, denn dort ist der Berg einfach nur im Weg. Am Besten gleich in das Loch der Kräuterspirale.

Sand, Sand und noch mehr Sand
Sand, Sand und noch mehr Sand

Der Rest wird erst mal auf der Terasse zwischengelagert.

Da am nächsten Tag Markus Eltern zu Besuch kommen sollten, war klar, dass wir das Material so bald wie möglich in den Garten schaffen mußten. Warum dann nicht auch gleich bauen? Schließlich ist das Sandfundament schon gelegt.

ein dickes Ende ... muss ab!
ein dickes Ende ... muss ab!
Tcha, hätten wir die Anweisung vorher noch etwas genauer gelesen...

und uns nicht so sehr darauf konzentriert, welche Maße einzuhalten sind und wie die Steine geschichtet werden sollen,

...dann hätten wir auch gewußt, dass noch ein ganz dickes Ende auf uns zukommt.

Denn wenn man es nicht ausdrücklich angibt, werden die Steine in ihrer Standardform, einem H ausgeliefert. Die meisten Stein müssen jedoch für die Spirale eine T-Form haben. Das bedeutet, dass man mit einem Fäustel und Flachmeißel das eine Ende des Stein abschlagen muss. Und das dauert ein Weilchen. Daher ist diese Aufnahmen auch schon im Dämmerlicht entstanden. Aber pünktlich um 22 Uhr war der letzte Stein bearbeitet.

nach obenAufbau

jetzt geht's rund!
jetzt geht's rund!
Die Anleitung beschreibt genau, welche Steine wohin kommen. Während Markus also fleißig die Steine klein klopft, trage ich die Dinger gleich an Ort und Stelle. Hier sind wir schon in der vierten Lage. Die Mauer sieht etwas scheckig aus, weil wir Nieselregel hatten und die Steine unterschiedlich viel Wasser abbekommen haben. Der gelbe Stein ist die Insektennistwand aus Lehm und Schilf.

Kräuterspirale - halbfertig
Kräuterspirale - halbfertig
Das einzige, was man selbst entscheiden muss, ist, wo die verschiedenen Nisthilfen am besten eingebaut werden. In der Beschreibung stehen aber auch dafür Hinweise zum Beispiel auf Einbauhöhe und Himmelsrichtung. Hier im Bild kann man den Nistkasten für Nischenbrüter und links in der untersten Reihe den Kleinsäugerstein erkennen.

Hier sieht man auch die T-Form der Steine und wie damit eine stabile Mauer gebildet wird.

Das Zentrum wird mit Sand gefüllt, die Außenbereiche mit der den Kräutern entsprechenden Erdmischung. Jetzt fehlt noch die zweite Pflanzebene. Da Markus jetzt mit den Steinen fertig ist, kann er jetzt auch endlich die konstruktiven Seiten dieser Nachtaktion genießen.

nach obenBepflanzung

Am nächsten Tag, dem ersten Mai, können dann die neuen Pflanzen einziehen.

Südseite der Kräuterspirale
Südseite der Kräuterspirale
Südwestseite der Kräuterspirale
Südwestseite der Kräuterspirale

Vom rechten Rand unterhalb des Vogelhauses angefangen sind das:

Nordseite der Kräuterspirale
Nordseite der Kräuterspirale
Dann geht es spiralförmig weiter:

Links unter dem Vlies ist ein Büschel Basilikum, was allerdings ganz schnell von den Schnecken verspeist wurde. Danach kommen ein paar Zierplanzen unterhalb des weißen Flieders: Lilie und Ziergras. Hier kaum sichtbar am hinteren Rand des Beetes sind noch zwei Töpfe Minze (Pfeffer- und Apfelminze) verbuddelt.

Ganz links am Bildrand fungiert ein runder Mörteleimer von etwa 75cm Durchmesser als Primitivteich, der sogar von unseren Fröschen besonders an heißen Tagen besucht wird.

Vogeltränke und Hummelnistkasten
Vogeltränke und Hummelnistkasten
Auf der anderen Gartenseite hat im Halbschatten der Felsenbirne der Hummelkasten seinen Standort gefunden. Die Vogeltränke ist dort auch offen zugänglich und damit sehr beliebtes Badeziel. Da die Bergenie in der Nähe ist, traut sich sogar die kleine Heckenbraunelle regelmäßig heraus.

Da die Tränke frosthart ist, kann sie auch im Winter draußen blieben und ist an frostfreien Tagen ein sehr beliebtes Ziel für die durstigen Vögel. Und kaum kommt die Sonne nur ein wenig heraus, ist auch im Winter Badetag.

Und natürlich war alles fertig, als Markus Eltern am Nachmittag kamen.

Tanja Holzem, 25.03.2005
Unsere steinerne Kräuterspirale
Tanja Holzem
25.03.2005
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